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  • nach 900 v. Chr.
sind die Hügel Palatin und Quirinal von indogermanischen Latinern besiedelt

Kolosseum in Rom
  • 753 v. Chr.
Gründung Roms, der Sage nach, durch Romulus und Remus. Diese sollen Nachkommen des aus Troja geflohenen Aeneas gewesen sein.

  • 900 - 500 v. Chr.
Starker Einfluss der in der Toskana in Städten lebenden Etrusker auf Rom.

  • ca. 600 v. Chr.
Gründung Roms, der Archäologie nach, durch Befestigung bestehender Siedlungen.
Rom wird regiert durch einen König, der gleichzeitig höchster Priester und Feldherr ist. Er wird beraten durch den Rat der Alten (Senat), von dem auch die Nachfolger dem Erbrecht nach bestimmt werden. Die Bevölkerung gliedert sich in Adel (Patrizier) und in vom Adel Abhängige (Klienten). Freie Bewohner (Plebejer) Roms gibt es in der Königszeit nur wenige.

  • ca. 510 v. Chr.
Einweihung des Jupitertempels auf dem Kapitol. Jupiter ist der höchste Gott der Römer.

  • ca. 500 v. Chr.
König Tarquinius Superbus (der Stolze) wird von den Patriziern aus der Stadt vertrieben. Rom wird Republik.

  • 465 v. Chr.
In den nächsten 170 Jahren wird Rom von Standeskämpfen heimgesucht.  In den Ständekämpfen wehren sich die Plebejer gegen die politische Unterdrückung.

  • ca. 300 v. Chr.
Mit der Zulassung der Plebejer zu den Priesterämtern werden die Ständekämpfe abgeschlossen (um 300).

  • 340 v. Chr. - 222 v. Chr.
Durch die Latiner-, Samniten, Pyrrhoskriege und den 1. Punischen Krieg gelingt es den Römern eine Vormachtstellung auf der Apenninhalbinsel einzunehmen.

  • 218 v.Chr. - 201 v. Chr.
2. Punischer Krieg
Hannibal, der Feldherr der Karthager, erobert das mit Rom befreundete Sagunt.
Er überschreitet die Grenze am Ebro. Daraufhin erklärt Rom Karthago den Krieg (2. Punischer Krieg 218-201).
Hannibal will den Krieg nach Italien tragen. Deshalb zieht er mit 50000 Soldaten, 10000 Reitern und 37 Kriegselefanten über die Pyrenäen und die Alpen nach Italien. Der Alpenübergang über den Mont Cenis (2082 m) ist eine der großen Leistungen Hannibals. In Oberitalien besiegt er die Römer an der Trebia. Daraufhin schließen sich die Kelten seinem Heer an.
Die Römer werden bei Cannae vernichtend geschlagen (60000 Tote), indem Hannibal sie mit seiner numidischen Reiterei einkesselt. Er zieht nach diesem Sieg aber nicht gegen das ungeschützte Rom, sondern bleibt in Süditalien. So kann Rom ein neues Heer aufstellen, die abgefallenen Bundesgenossen Capua und Syrakus unterwerfen und den Nachschub für Hannibal nach Italien unterbrechen.
P. Cornelius Scipio setzt mit einem römischen Heer nach Afrika über und erzwingt so den Abzug Hannibals aus Italien.
  • 146 v. Chr.
Nach dem Ende des 3. Punischen Krieges und der Errichtung der Provinz Africa ist Rom die erste Weltmacht der Geschichte und beherrscht fast den kompletten Mittelmeerraum.

  • um 60 v. Chr.
Nur mit Mühe gelingt es den Römern ihr Riesenreich zu kontrollieren. Weniger die Kriege an den Grenzen des Reiches mit anderen Völkern machen Rom zu schaffen, als die strukturellen Probleme im Innern des Reiches.
  • 58 v. Chr. - 42 v. Chr.
Aufstieg Caesars zum Alleinherrscher

In Folge der Krise der späten Republik kam den erfolgreichen Feldherren eine besondere Bedeutung zu. Gnaeus Pompeius Magnus, der in jungen Jahren unter Sulla gedient hatte, errang großen Ruhm in Spanien und im Osten, wo er das Reich der Seleukiden beseitigte und 64/63 v. Chr. die Provinzen neu ordnete. Sein Bündnis mit Gaius Iulius Caesar und Marcus Licinius Crassus (erstes Triumvirat 60 v. Chr.) ist ein deutliches Indiz für die strukturelle Schwäche der späten Republik, deren Institutionen sich der Krise nicht gewachsen zeigten. Die außerordentlichen Imperien (das erste 67 v. Chr.) des Pompeius gaben ihm eine Machtfülle in die Hand, die kein römischer Feldherr vor ihm besessen hatte. In gewisser Weise sollte Augustus an diese Praxis – und nicht die Caesars – anknüpfen.

Caesar unterwarf 58–51 v. Chr. Gallien und überflügelte damit Pompeius. Nach dem Tod des Crassus standen sich diese beiden Männer nun jedoch im Kampf gegenüber, wobei Pompeius vor allem die konservativen Senatskreise auf seiner Seite hatte, die um "ihre republikanische Freiheit" fürchteten. 49 v. Chr. kam es schließlich zum offenen Krieg und Caesar marschierte auf Rom, welches Pompeius räumte. Pompeius wurde um 48 v. Chr. bei Pharsalos von Caesar geschlagen und bald darauf in Ägypten ermordet. Caesar war nach weiteren Kämpfen gegen die Republikaner in Ägypten und im Westen (in Hispanien und Africa) der de facto alleinige Herrscher des Römischen Reiches. Doch führte dies nur zum Zusammenschluss seiner Feinde, die ihn am 15.3.44 v. Chr. (Iden des März) im Senat ermorden. Doch war die Idee der Neuordnung der Republik nicht gestorben. Caesars enger Vertrauter Marcus Antonius und sein Neffe Octavian schlossen sich zusammen und vernichteten die Republikaner 42 v. Chr. in der Schlacht von Philippi in Griechenland.

  • 31 v. Chr. - 284 n. Chr
Das Prinzipat

Mit dem Sieg des Octavian über Antonius endet eine 100jährige Bürgerkriegszeit für Rom. Die republikanische Verfassung ist immer mehr ausgehöhlt und übertreten worden. Marius, Sulla und Cäsar sind mehr als ein Jahr hintereinander Konsuln gewesen. Privatpersonen, wie Pompeius, die kein öffentliches Amt bekleiden, unterhalten eigene Heere. Politische Gegner werden durch Ächtung (=Proscriptionen) ermordet. Die beiden Parteien, Optimaten und Popularen, deren Angehörige fast alle Adlige sind, rotten sich gegenseitig fast aus. Mit Octavian kommt ein Politiker an die Macht, der keiner Partei angehört und diese entmachtet. Die breite Bevölkerung, die unter den Bürgerkriegen zu leiden hatte, wünscht den Frieden. Die ausgebeuteten Provinzen, die immer höhere Steuern zahlen mussten, wünschen sich eine geordnete Verwaltung. Die alten, durch die Kriege und Ächtungen dezimierten Adelsgeschlechter werden durch wirtschaftliche Privilegien und Pöstchen von Octavian abgefunden. Da die Adligen unfähig sind, den Staat zum Gemeinwohl zu verwalten, setzt sich ein Alleinherrscher durch. Während in der Republik sich die Adelsfamilien die Macht teilten, übernimmt mit Octavian und seinen Nachfolgern eine Familie die vererbbar werdende Spitzenposition im Staat. Diese Staatsform wird Principat genannt (von Princeps = Erster oder Vornehmster). Sie entspricht einer konstitutionellen Monarchie mit starkem Einfluss des Militärs, das ja seit der Zeit des Marius an seinen Oberbefehlshaber persönlich gebunden ist. Das Principat lässt sich somit auch als Militärmonarchie bezeichnen.